Psychose und Identität

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Psychose und Identität

16. Mai um 9:00 Uhr bis 17. Mai um 16:00 Uhr

Menschen haben im Allgemeinen eine recht klare Vorstellung von sich selbst – also z.B. ob sie sich als gesund oder krank wahrnehmen, alt oder jung, groß oder klein, arm oder reich. Wird diese Vorstellung jedoch von anderen in Frage gestellt, so führt dies zur Abwertung, löst bei Betroffenen Unsicherheit aus, wird als Verletzung der eigenen Person wahrgenommen und ruft oftmals abwehrendes Verhalten hervor. Menschen mit Psychoseerfahrungen machen die Erfahrung der Abwertung und Demütigung dabei häufiger als die meisten anderen Menschen. Besonders die psychiatrische Behandlung stellt in diesem Kontext für Betroffene eine große Herausforderung dar.

Diese zweitägige Fortbildung gibt einen Überblick über den Zusammenhang von Psychosen und Identität und geht auf die Funktion von Wahnvorstellungen und des Stimmenhörens sowie persönliche Erklärungsmodelle von psychotischem Erleben im biografischen Kontext ein. Es wird u. a. der Frage nachgegangen, warum Wahnvorstellungen wichtig sind, um die Identität der Betroffenen zu schützen und wie die Sicherstellung von Autonomie in der Psychiatrie gelingen kann.

Folgende Aspekte werden im Rahmen der Fortbildung behandelt:

  • Begriffsklärung: Identität und Identitätskonflikte
  • Autonomie und Selbstschutz in der Psychiatrie
  • Was ist Stigmatisierung und warum ist der Umgang damit so wichtig?
  • Warum sind Wahnvorstellungen wichtig, um die Identität zu schützen?
  • Welche Funktion hat das Stimmenhören?
  • Warum fällt vielen Psychoseerfahrenen die Krankheits- und Behandlungseinsicht so schwer?
  • Integration persönlicher Erklärungsmodelle im biographischen Kontext
  • Wie gelingt die praktische Auseinandersetzung?

Zielgruppe

Mitarbeiter:innen des Pflegedienstes und des medizinisch-therapeutischen Dienstes

Referent:innen

Matthias Pauge (Pflegeentwickler)

Marissa Ivancic (Fachkrankenschwester für Psychiatrie und Koordinatorin praktische Ausbildung), Genesungsbegleiterin

Kosten

75,- €

(Die Teilnahmegebühr wird für Beschäftigte des regionalen Netzes Dortmund-Hemer und der Wilfried-Rasch-Klinik bei Anerkennung eines betrieblichen Interesses und der Genehmigung der/des Vorgesetzen in voller Höhe vom Arbeitgeber übernommen.)

Anmeldung und weitere Informationen

Diese Veranstaltung findet in folgenden Räumlichkeiten der LWL-Klinik Dortmund statt:
Auferstehungskirche

Anmeldung bitte schriftlich per E-Mail an: seminarkontakt@lwl.org
Weitere Informationen auch telefonisch unter: 0231/4503-3353

Details

Beginn:
16. Mai um 9:00 Uhr
Ende:
17. Mai um 16:00 Uhr
Veranstaltungskategorie:

Veranstalter

LWL-Fortbildungszentrum Dortmund / Hemer
E-Mail:
seminarkontakt@lwl.org
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Weitere Angaben

Zielgruppe
LWL-intern
Arbeitsschwerpunkt
Erwachsenenpsychiatrie, Teilhabe und Pflege
Teilnehmendenzahl
10 bis 20 Personen
Anmeldeschluss
Drei Wochen vor Veranstaltungsbeginn
Fortbildungspunkte
RbP

Veranstaltungsort

LWL-Klinik Dortmund
Marsbruchstraße 179
Dortmund, 44287 Deutschland
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