„Schizophrene Psychosen“: Wissen – Verstehen – Handeln

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„Schizophrene Psychosen“: Wissen – Verstehen – Handeln

24. Mai um 9:00 Uhr bis 25. Mai um 16:00 Uhr

Menschen mit Psychosen fällt es schwer, ihr alltägliches Leben zu führen. Sie fühlen sich emotional erschöpft, sind ängstlich, verzweifelt oder geistig verwirrt und haben Probleme, sich in Beziehung zu bringen – zu sich selbst und zu anderen. Der Aufbau einer tragfähigen therapeutischen Beziehung gestaltet sich daher oft schwierig. Auch die zunehmende Abkehr von zeitaufwendigen Dialogen in der Medizin trägt ihren Teil dazu bei, dass Betroffene sich mitunter weniger gut verstanden fühlen. Die Herausforderung für Behandlerinnen und Behandler besteht somit nicht nur im theoretischen, fachlichen Wissen, sondern ebenso darin, Betroffene empathisch, tolerant und ausdauernd zu begleiten, ohne sie dabei zu entwürdigen oder „zu verwalten“  – und das auch ungeachtet des Risikos, das hohe Ziel der Heilung oft nicht zu erreichen.

Im Rahmen dieser zweitägigen Fortbildung erhalten die Teilnehmenden einen Überblick über die neurobiologischen Grundlagen psychotischer Symptome sowie zu den Entwicklungshypothesen und Erklärungsmodelle einer Schizophrenie. Darüber hinaus werden medikamentöse Therapien und damit verbundene Probleme und Folgen betrachtet sowie alternative Behandlungskonzepte erläutert. Zum besseren Verständnis und zur Perspektivübernahme werden im Seminar auch Betroffene zu Wort kommen. Zudem wird gemeinsam die Frage diskutiert, ob die Annahme einer Psychose als reines Defizitmodell überhaupt noch zutreffend ist.

Die Inhalte im Überblick:

  • Geschichtliche Einordnung und Begriffsbestimmung
  • Neurobiologische Grundlagen einer Psychose (Dopamin, Glutamat)
  • Ätiologie der Schizophrenieerkrankung (Multiple-Hit-Hypothese, Salienzhypothese)
  • Medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten und die damit verbundenen Schwierigkeiten und Folgen („Weniger ist mehr“)
  • Alternative Behandlungskonzepte (Soteria, Open Dialogue, Healing Homes…)
  • Psychosen aus der Subjektperspektive (Psychose-Seminare/Trialoge)

Teilnahmevoraussetzung

Tablet, Laptop oder PC und eine stabile Internetverbindung

Referentin

Anne Westerweg
B.A. Psychiatrische Pflege/Psychische Gesundheit, aktuell im Masterstudium „Interdisziplinäre Psychosentherapie“ an der IPU, Berlin

Kosten

150,- € für LWL-Beschäftigte

200,- € für externe Interessierte

Anmeldung und weitere Informationen

Diese Veranstaltung findet als Online-Seminar über Zoom statt. Die Zugangsdaten erhalten Sie nach der Anmeldung.

Anmeldung bitte schriftlich per E-Mail an: anne.westerweg@lwl.org. Weitere Informationen erhalten Sie auch telefonisch unter: 0152-05296107

Details

Beginn:
24. Mai um 9:00 Uhr
Ende:
25. Mai um 16:00 Uhr
Veranstaltungskategorie:

Veranstaltungsort

Online-Angebot

Weitere Angaben

Zielgruppe
LWL-Beschäftigte und externe Interessierte
Arbeitsschwerpunkt
Erwachsenenpsychiatrie, Teilhabe und Pflege
Teilnehmendenzahl
10 bis 20 Personen
Anmeldeschluss
Zwei Wochen vor Veranstaltungsbeginn
Fortbildungspunkte
RbP